[Freifunk-Bonn] Internet für Flüchtlingsunterkunft

Simon Müller simon.f.mueller at gmail.com
Fr Nov 13 12:08:55 CET 2015


Hi Jan,

Super, dass sich jemand um Duisdorf kümmert! Ich hatte da schon mal
Kontakt mit Christa J., die sich auch bemüht hat da was zu
organisieren, vielleicht kann ich da einen Kontakt vermitteln.

wie Nunatak bereits geschrieben hat, eigenen sich auf diese Distanz am
besten Router mit verbauter SektorAntenne.
Zwei Modelle die wir häufig einsetzen sind (und für die es passende
Freifunk Firmware gibt) sind:
- TP-LINK CPE210
- UbiQuiti NanoStation Loco M2

Beide sind wasserfest, können also außen montiert werden,
beziehen Netzwerk und Strom über ein LAN Kabel und
senden im 2,4 Ghz Netz, so dass sich Clients auch direkt anbinden können.
Die CPU des CPE210 ist etwas stärker, so dass er besser geeignet ist
am Uplink die VPN-Verschlüsselung zu machen.

Die Alternative wäre ein transparenter Richtfunk-Tunnel auf 5 GhZ,
durch den man das Freifunk "Mesh on LAN"- Netz tunnelt.
Für diesen Richfunk-Tunnel nutzt man die original Firmware des
Herstellers, also nicht Freifunk, weil die DFS können und so nicht mit
dem Wetterradar kollidieren.
Davor und dahinter jeweils ein normaler Freifunk Router (2,4 GhZ),
wobei auf der Seite mit dem Uplink einer mit stärker CPU von Vorteil
wäre.

LG, Simon

Am 13. November 2015 um 11:56 schrieb Jan Hasenbusch <j.hasenbusch at gmail.com>:
> Danke erst einmal für eure Antworten! :)
>
> Natürlich sollen die Nachbarn wenn nur Ihren Internet Anschluss zur
> Verfügung stellen. Die Technik besorgen und einrichten machen wir dann.
> Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute am ehesten Bedenken haben, dass
> jemand dann in Ihr Netzwerk eindringen könnte oder sie haftbar für
> irgendwelchen Blödsinn sind, der über ihren Anschluss läuft.
> Auch wenn das unbegründet ist, ist das der größte Hinderungsgrund (meine
> Vermutung).
>
> Die Unterkunft ist in Duisdorf.
>
> Viele Grüße
> Jan
>
>
> Am 13. November 2015 um 01:03 schrieb Nunatak <nunatak at mailbox.org>:
>>
>> Hi,
>>
>> On Friday 13 November 2015 00:31:22 Jan Hasenbusch wrote:
>> > Hallo liebe Freifunker,
>> >
>> > wir wollen eine Flüchtlingsunterkunft in Bonn mit Internet via Freifunk
>> > versorgen.
>> Super!
>>
>> > Es gibt dort selbst leider keinen Internet-Anschluss, aber in der
>> > Nachbarschaft steht bereits ein Router, der aber ein eher schwaches
>> > Signal
>> > liefert. Evtl. können wir jemanden in der Nachbarschaft oder auch die
>> > nahe
>> > gelegene Kirche (140m Luftlinie) dazu ermuntern einen weiteren Router
>> > aufzustellen.
>> Schwache Signale sind ggf. nicht so tragisch, da man mit den Freifunkern
>> ja reden kann. Etwas anders ausgerichtet oder flugs einen zweiten
>> aufgestellt
>> kann die Situation schon deutlich bessern. Wichtig wäre eher die zur
>> Verfügung
>> stehende Bandbreite für den Uplink. Besser natürlich: mehrere Uplinks in
>> der
>> Nachbarschaft!
>>
>> > Ich hab daher folgende Fragen:
>> >
>> > -Habe ich es richtig verstanden, dass ein weiterer Freifunkrouter sich
>> > mit
>> > dem vorhandenen verbindet und quasi als Repeater fungiert?
>> Jo, die Router vernetzen sich über ein zweites WLAN, sofern sie sich
>> "sehen"
>> können.
>>
>> > -wenn es nun einen 2. Router in der Nachbarschaft mit Internetanschluss
>> > aufgestellt wird, wird die Netzwerklast auf beide Router verteilt oder
>> > muss
>> > der mit der besten Verbindung alles schultern?
>> Das hängt von den gewählten Wegen zu den Routern ab. Der kürzere Weg
>> gewinnt
>> aktuell meistens, so dass ein lokaler Anschluss mit sehr geringer
>> Bandbreite
>> vor einem mit großer Bandbreite gewinnt, wenn Letzterer einen Hop weiter
>> entfernt ist. Man kann aber die maximal für Freifunk zugelassene
>> Bandbreite
>> einstellen.
>>
>>
>> > -Wie schätzt ihr die Möglichkeit ein über eine Strecke wie 140m eine
>> > (gerichtete) Verbindung aufzubauen? Könnt ihr da etwas empfehlen?
>>
>> Wenn eine freie Sichtverbindung ohne Bäume dazwischen besteht, kommen
>> schon ganz einfache Router (TP-Link WR841N) damit zurecht und meshen gut,
>> sofern keine Nachbarn auf derselben Frequenz stören.
>> Besser sind Sektor-Router, wie z.B. CPE210. Sobald Hindernisse im Weg
>> sind, wird's schwierig mit dem Datendurchsatz. Richtfunk braucht ihr
>> auf die kurze Distanz wohl eher nicht.
>>
>> Gruß,
>> Nunatak
>>
>> P.S. In welchem Stadtteil ist's denn? Wir haben schon einige
>> Notunterkünfte
>> verfreifunkt, die bisher allerdings über speziell angepasste Euskirchener
>> Firmware einen besseren Datendurchsatz hatten. Inzwischen ist die
>> KBU-Infrastruktur deutlich performanter geworden (Dank an Rampone und
>> Kevin),
>> so dass es mit der Gluon-Beta-Firmware auch funktionieren wird.
>>
>>
>>
>>
>> --
>> _______________________________________________
>> Freifunk-Bonn mailing list
>> Freifunk-Bonn at lists.kbu.freifunk.net
>> http://lists.kbu.freifunk.net/cgi-bin/mailman/listinfo/freifunk-bonn
>
>
>
> --
> _______________________________________________
> Freifunk-Bonn mailing list
> Freifunk-Bonn at lists.kbu.freifunk.net
> http://lists.kbu.freifunk.net/cgi-bin/mailman/listinfo/freifunk-bonn
>



Mehr Informationen über die Mailingliste Freifunk-Bonn